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Der Rhythmus der Pferdebewegung ist lebendig, jeder Schritt bedeutet für den "Reiter" in der Hippotherapie eine neue Herausforderung in seiner Balance. Das Pferd versucht gleichzeitig bei jedem Schritt den Patienten der Hippotherapie mit in seinen (Gang-)Rhythmus zu nehmen. 

Bei Demenzerkrankten bietet die Hippotherapie eine Reihe von Vorteilen:

  • Förderung ALLER Sinne, besonders aber fühlen, der an Demenz erkrankte Patient kann dem Pferd "zuhören", da das Pferd "leise redet" und der Demenzerkrankte diese "Sprache" gut verstehen kann und besonders empfänglich für diese Kommunikation ist, da sprachliche Barrieren im Kontext im therapeutischen Reiten und im Umgang mit dem Pferd nicht existieren
  • die Aufrichtung des Kopfes wird gefördert, was einen positiven Effekt auf die Mundmotorik und somit auf das Sprechen und Schlucken hat
  • durch das "bewegt-werden" vom Pferd kann man die noch vorhandene Mobilität erhalten, evtl. sogar verbessern und Immobilität vermeiden
  • durch das "Reiten" während der Hippotherapie wird die Muskulatur gestärkt, um länger "fit" zu bleiben
  • das Gleichgewicht / die Balance wird gefördert, um Stürze mit deren Folgen zu vermeiden und die Gehfähigkeit möglichst lange zu erhalten
  • Hilfe beim Abbau von Ängsten und Depressionen im Alltag
  • Förderung des sensomotorischen Systems durch das "in Kontakt treten" mit dem Pferd
  • Förderung der Somatosensorik durch die Verbesserung der Körperwahrnehmung (Oberflächen- und Tiefensensibilität)
  • Förderung des sozialen Lebens im Alter, auch durch die Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und des Immunsystems durch das "reiten an der frischen Luft"
  • Stärkung der Knochen durch die Kräftigung der Muskulatur bzw Verhinderung des Muskelabbaus
  • Verbesserung der Atmung durch Mobilisierung des Brustkorbes, der Brustwirbelsäule und der Rippen
  • durch das "Reiten" wird die Muskulatur des Beckenbodens gekräftigt, somit wird die Kontinenz gefördert bzw Inkontinenz vermieden

Die Demenz bringt oft eine Ko- bzw Multimobidität mit sich. Das heißt der Betroffene leidet an mindestens einer (Komorbidität) bzw. mehreren (Multimobidität) Krankheitsbildern, zusätzlich zur Grunderkrankung.

Dies beinhaltet leider oft eine erhöhte Pflegebedürtigkeit.

Hier kann die Hippotherapie oft in diesen "Teufelskreis" eingreifen: Der demenzerkrankte Patient wird auf dem Pferd indiviuell gefördert und gefordert. Man muss sich ständig den momentanen Gegebenheiten anpassen, da ist es für den Betroffenen nicht wichtig, was vorher war oder was erst noch sein wird. Hier müssen keine Erwartungen erfüllt werden, denn das Pferd stellt keine. Der Erkrankte kann sich voll und ganz auf das Pferd einlassen.

Natürlich erfolgt aber bei der Hippotherapie in erster Linie auch die Behandlung der körperlichen Beeinträchtigung(en). Durch das individuell angepasste Führen des Pferdes auf verschiendenen so genannten Hufschlagfiguren können Gelenke mobilisiert, Muskeln gekräftigt und das Gleichgewicht gestärkt werden. Schmerzen durch zum Beispiel Fehlhaltungen oder Kontraktionen können gemildert werden. Auch häufiges Verschlucken, was meist durch unzureichende Mundmotorik entsteht, kann verbessert werden.